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Weisheitszähne: Wann Du sie behalten kannst und wann sie raus müssen

05 März · 3 Minuten

Weisheitszähne gehören zu den häufigsten Gründen für Zahnarztbesuche im jungen Erwachsenenalter. Manche Menschen bemerken sie kaum, bei anderen verursachen sie Schmerzen oder verschieben sogar die Zahnstellung. Hier erfährst Du verständlich und medizinisch fundiert, wann Weisheitszähne sinnvoll sind, wann eine Entfernung nötig wird und was Dich bei einer Weisheitszahn-OP wirklich erwartet.

Was sind Weisheitszähne?

Weisheitszähne sind die letzten bleibenden Zähne, die sich in Deinem Gebiss entwickeln. In der Zahnmedizin werden sie als dritte Molaren oder auch „Achter“ bezeichnet, da sie der achte Zahn von der Mitte aus gezählt sind.

Normalerweise besitzt Du:

  • zwei Weisheitszähne im Oberkiefer
  • zwei im Unterkiefer

Sie sitzen jeweils ganz hinten im Kieferbereich.

Interessant: Nicht jede Person entwickelt alle Weisheitszähne. Studien zeigen, dass etwa 20 bis 23 Prozent der Menschen gar keine oder nur einzelne Weisheitszähne besitzen. Das liegt daran, dass sich der menschliche Kiefer im Laufe der Evolution verkleinert hat.

Warum heißen sie Weisheitszähne?

Der Name hat weniger mit Zahnmedizin als mit Lebensphasen zu tun. Weisheitszähne brechen meist zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr durch — also zu einem Zeitpunkt, an dem Du bereits erwachsen bist und früher als „weise“ galtst.

Deshalb tragen die dritten Molaren auch international ähnliche Bezeichnungen mit Bezug auf Reife oder Erwachsenwerden.

Ein Blick in die Evolution: Warum wir Weisheitszähne haben

Unsere Vorfahren benötigten kräftige Backenzähne, um harte, unverarbeitete Nahrung zu zerkleinern — etwa Wurzeln, Pflanzenfasern oder rohes Fleisch. Die Weisheitszähne dienten damals als zusätzliche Kaufläche.

Mit der Entwicklung von Kochtechniken und verarbeiteten Lebensmitteln wurde diese zusätzliche Kauleistung jedoch zunehmend überflüssig. Gleichzeitig verkleinerte sich der menschliche Kiefer. Das Ergebnis: Heute fehlt vielen Menschen schlicht der Platz für die hintersten Zähne.

Weisheitszähne gelten deshalb als evolutionäres Überbleibsel, das nicht mehr bei jedem problemlos funktioniert.

Können Weisheitszähne auch sinnvoll sein?

Ja und das wird oft unterschätzt.

Wenn Weisheitszähne:

  • gerade wachsen,
  • vollständig durchbrechen
  • und gesund bleiben,

können sie eine wichtige Funktion übernehmen. Sie wirken dann wie normale Backenzähne und können sogar als Ersatz dienen, falls ein anderer Backenzahn verloren geht.

Problematisch werden sie meist erst dann, wenn Platzmangel oder Fehlstellungen entstehen.

Ein Zahnarzt begutachtet eine Röntgenaufnahme, auf der die Weisheitszähne im Ober- und Unterkiefer zu sehen sind.

Wann kommen Weisheitszähne?

Der Durchbruch erfolgt meist im jungen Erwachsenenalter, häufig rund um das 18. Lebensjahr, manchmal aber auch deutlich später.

Der Ablauf unterscheidet sich stark von Person zu Person:

  • Manche erleben den Durchbruch aller vier Zähne gleichzeitig.
  • Bei anderen erscheinen sie nacheinander.
  • Einige Weisheitszähne bleiben vollständig im Kiefer verborgen.

Der Durchbruch kann sich über mehrere Monate oder sogar Jahre ziehen.

Typische Symptome beim Durchbruch

Nicht jeder Weisheitszahn verursacht Beschwerden. Wenn jedoch zu wenig Platz vorhanden ist, reagiert das umliegende Gewebe häufig empfindlich.

Mögliche Anzeichen sind:

  • geschwollenes oder gerötetes Zahnfleisch
  • Druckgefühl im hinteren Kieferbereich
  • Schmerzen beim Kauen
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • Kiefer- oder Kopfschmerzen

Diese Beschwerden entstehen oft durch Entzündungen im Bereich eines teilweise durchgebrochenen Zahns. Dort sammeln sich leichter Bakterien und Speisereste.

Regelmäßige Kontrolltermine und Röntgenaufnahmen helfen, Probleme frühzeitig zu erkennen, oft noch bevor Schmerzen entstehen.

Wann müssen Weisheitszähne entfernt werden?

⚠️ Entgegen früherer Annahmen gilt heute, dass nicht jeder Weisheitszahn muss automatisch entfernt werden.

Eine Entfernung wird empfohlen, wenn medizinische Risiken bestehen oder Beschwerden auftreten.

Häufige Gründe für eine Weisheitszahn-OP

  • Platzmangel im Kiefer
  • Zahnengstand oder drohende Zahnverschiebungen
  • wiederkehrende Entzündungen
  • starke Karies aufgrund schwer erreichbarer Lage
  • Schäden an benachbarten Zähnen
  • retinierte Weisheitszähne (im Knochen eingeschlossen)
  • Zystenbildung oder seltene Gewebeveränderungen
  • Vorbereitung einer kieferorthopädischen Behandlung

Teilweise durchgebrochene Weisheitszähne gelten als besonders anfällig, da sie schwer zu reinigen sind und sich dort schnell Bakterien ansiedeln.

Müssen Weisheitszähne auch ohne Schmerzen entfernt werden?

Nicht unbedingt. Sind Deine Weisheitszähne beschwerdefrei, haben genügend Platz und gefährden keine anderen Zähne, können sie problemlos im Mund verbleiben.

Viele Patient*innen entscheiden sich dennoch für eine prophylaktische Entfernung, da spätere Operationen mit zunehmendem Alter häufig aufwendiger werden.

Können Weisheitszähne Deine Zähne verschieben?

Lange Zeit galt der Weisheitszahn als Hauptursache für schiefe Zähne nach einer Zahnkorrektur. Heute bewertet die Wissenschaft das differenzierter.

Aktuelle Studien zeigen:

  • Zahnverschiebungen entstehen meist durch mehrere Faktoren.
  • Weisheitszähne allein sind selten verantwortlich.

Nach einer kieferorthopädischen Behandlung sorgen Retainer dafür, dass Deine Zähne stabil bleiben.

Weisheitszähne und Zahnspange: Was Du wissen solltest

Eine Zahnspange oder Aligner-Behandlung ist grundsätzlich auch mit vorhandenen Weisheitszähnen möglich.

Eine Entfernung kann jedoch sinnvoll sein, wenn zusätzlicher Platz benötigt wird — etwa bei:

  • Klasse-II-Fehlstellung (Oberkiefer steht zu weit vorne)
  • Klasse-III-Fehlstellung (Unterkiefer steht zu weit vorne)

Deine Kieferorthopäd*in entscheidet individuell anhand von Röntgenbildern und Behandlungsplanung.

Der Zahnarzt kann bei einer Untersuchung genau feststellen, ob die Weisheitszähne gezogen werden müssen oder nicht.

So läuft eine Weisheitszahn-OP ab

Die Weisheitszahnentfernung zählt zu den häufigsten oralchirurgischen Eingriffen. Allein in Deutschland werden jährlich über eine Million solcher Operationen durchgeführt.

Vorbereitung

Vor dem Eingriff erfolgt:

1. eine klinische Untersuchung

2. eine Röntgendiagnostik

3. Aufklärung über Risiken und Betäubungsarten

4. Betäubung

Je nach Situation erfolgt die Behandlung:

  • unter lokaler Betäubung,
  • mit Sedierung
  • oder in Vollnarkose.

Entfernung des Zahns

Das Zahnfleisch wird geöffnet, um Zugang zum Zahn zu erhalten. Falls notwendig, wird ein kleiner Teil des Knochens freigelegt und der Zahn vorsichtig entfernt — manchmal in mehreren Teilen.

Wundversorgung

Anschließend wird die Wunde gereinigt und mit selbstauflösenden Nähten verschlossen.

Nachsorge

Die richtige Nachsorge ist entscheidend für eine schnelle Heilung. Deine Zahnärzt*in erklärt Dir genau:

  • wie Du kühlen solltest,
  • was Du essen darfst,
  • und worauf Du in den ersten Tagen achten musst.

Was passiert nach der Weisheitszahn-OP?

Leichte Beschwerden gehören zum normalen Heilungsverlauf:

  • Schwellungen
  • Druckgefühl
  • eingeschränkte Mundöffnung
  • leichte Blutungen

Diese Symptome klingen meist innerhalb weniger Tage ab.

⚠️ Wichtig ist, körperliche Belastung zu vermeiden und die Pflegehinweise konsequent einzuhalten.

Kosten der Weisheitszahnentfernung

Ist die Entfernung medizinisch notwendig, übernehmen gesetzliche Krankenkassen in der Regel die Behandlungskosten.

Zusatzkosten können entstehen durch:

  • Vollnarkose (ca. 100–200 €)
  • besondere chirurgische Verfahren

Der genaue Betrag hängt von der individuellen Ausgangssituation ab.

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Häufig gestellte Fragen zu Weisheitszähnen

Wo sitzen die Weisheitszähne?

Viele Fragen sich, wo genau die Weisheitszähne sitzen. Im Normalfall sitzen sie aber immer ganz hinten an der letzten Stelle in der Zahnreihe – jeweils einer rechts und links, im Ober- sowie Unterkiefer.

Wie viele Backenzähne hat man außer den Weisheitszähnen?

Wie bereits erwähnt, werden die Weisheitszähne auch als dritte Molaren bezeichnet. Das bedeutet, dass es auf jede Seite oben und unten noch zwei weitere Molaren oder Backenzähne gibt. Somit liegt die Gesamtanzahl an Backenzähnen bei drei pro Seite und Kiefer.

Wie viele Weisheitszähne hat man?

Die Antwort lautet: vier. Erwachsene Menschen haben auf jeder Seite einen Weisheitszahn im Oberkiefer und jeweils einen links und rechts im Unterkiefer.

Woran merkt man, dass ein Weisheitszahn schief wächst?

Um festzustellen, ob ein Weisheitszahn schief oder seitlich wächst, solltest du am besten einen Spezialisten aufsuchen. Dieser kann alle nötigen Untersuchungen wie z. B. eine Röntgenaufnahme durchführen, um zu sehen, ob ein Weisheitszahn schief wächst.

Wie lange darf man nach einer Weisheitszahn-OP nicht essen?

Grundsätzlich darfst Du nach einer Weisheitszahn-OP essen, sobald Du Dich bereit dazu fühlst. Dabei solltest Du jedoch die ersten Tage nach der Behandlung ausschließlich weiche Nahrung und Wasser zu Dir nehmen. Von gröberen Speisen wird abgeraten, da sich dadurch möglicherweise Essensreste in der Wunde ansammeln und das Risiko einer Infektion erhöht wird.

Mir wurden die Weisheitszähne gezogen – was darf ich essen?

In den ersten Stunden nach der Prozedur kann es zu Schmerzen, Blutungen oder Schwellungen kommen. Bis die Betäubung nachlässt und die Schwellung zurückgegangen ist, kann es schwierig sein, feste Nahrung zu sich zu nehmen. Wenn dir also gerade die Weisheitszähne gezogen wurden und du etwas essen möchtest, solltest du lieber einige Stunden warten und dann eine Kleinigkeit essen, die eher weich und nicht zu heiß ist.

Wie lange dauert eine Weisheitszahn-OP?

Eine Weisheitszahn-OP dauert normalerweise etwa 30 Minuten bis zu einer Stunde, kann aber je nach Komplexität variieren.

Darf ich nach einer Weisheitszahn-OP rauchen?

Rauchen verzögert die Heilung und erhöht das Risiko von Komplikationen wie Infektionen. Es wird dringend empfohlen, nach einer Operation im Mundraum für mindestens 2 bis 3 Tage nicht zu rauchen.

Darf ich Sport machen nach der OP?

Vermeide anstrengenden Sport für mindestens 48 Stunden nach der OP, um Blutungen zu vermeiden und die Heilung nicht zu beeinträchtigen.

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