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Enthalten Zahnschienen Mikroplastik? Das solltest Du wissen!

08 Juli · 5 Minuten

Immer mehr Menschen achten bewusst auf ihre Gesundheit und darauf, welchen Stoffen sie täglich ausgesetzt sind. Besonders das Thema Mikroplastik rückt zunehmend in den Fokus. Ob in Lebensmitteln, Trinkwasser oder Verpackungen, winzige Kunststoffpartikel werden mittlerweile fast überall nachgewiesen.

Da liegt die Frage nahe, ob auch durchsichtige Zahnschienen wie Invisalign® Mikroplastik enthalten oder beim Tragen freisetzen können. Schließlich befinden sich Aligner täglich viele Stunden im Mund.

✅ Die gute Nachricht: Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft gibt es keine belastbaren Hinweise darauf, dass Invisalign®-Zahnschienen bei bestimmungsgemäßer Anwendung gesundheitsschädliche Mengen an Mikroplastik freisetzen oder vom Körper aufgenommen werden.

Was ist Mikroplastik?

Als Mikroplastik werden Kunststoffpartikel bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Sie entstehen entweder gezielt für industrielle Anwendungen oder durch den Zerfall größerer Kunststoffprodukte.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wird intensiv erforscht, welche Auswirkungen Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit haben kann. Bis heute sind jedoch viele Fragen offen. Besonders untersucht werden mögliche Aufnahmewege über Lebensmittel, Trinkwasser und die Atemluft.

Aus diesem Grund fragen sich viele Menschen, ob auch medizinische Produkte wie Aligner Mikroplastik freisetzen können.

Woraus bestehen Invisalign®-Aligner?

Invisalign®-Aligner werden aus einem speziell entwickelten Material namens SmartTrack® hergestellt. Dabei handelt es sich um einen mehrschichtigen medizinischen Kunststoff auf Polyurethanbasis, der speziell für kieferorthopädische Behandlungen entwickelt wurde.

Das Material besitzt mehrere Eigenschaften, die für eine langfristige Anwendung im Mund wichtig sind.

✅ Biokompatibel

SmartTrack® ist biokompatibel. Das bedeutet, dass das Material für den dauerhaften Kontakt mit Zähnen, Zahnfleisch und der Mundschleimhaut entwickelt und umfassend geprüft wurde.

✅ BPA-frei

Invisalign®-Aligner enthalten kein Bisphenol A (BPA). Auch andere gesundheitlich bedenkliche Weichmacher, die in manchen Kunststoffen vorkommen können, sind nach Herstellerangaben nicht enthalten.

✅ Medizinisch geprüft

Das Material erfüllt internationale Anforderungen an Medizinprodukte und wird seit vielen Jahren erfolgreich in der Kieferorthopädie eingesetzt. Vor der Markteinführung wurden umfangreiche Tests zur Biokompatibilität, Materialstabilität und Sicherheit durchgeführt.

Da Aligner in der Regel 20 bis 22 Stunden pro Tag getragen werden, spielt die Materialqualität eine entscheidende Rolle für eine sichere Behandlung.

Eine Infografik, auf der die wichtigsten Informationen zu Zahnschienen und Mikroplastik zusammengefasst werden.

Können Zahnschienen Mikroplastik freisetzen?

Grundsätzlich können Kunststoffe durch starke mechanische Belastung, hohe Temperaturen oder intensive UV-Strahlung mit der Zeit verschleißen. Dabei können unter bestimmten Bedingungen sehr kleine Kunststoffpartikel entstehen.

Für Invisalign®-Aligner gelten jedoch andere Voraussetzungen.

Die Schienen wurden speziell dafür entwickelt,

  • ihre Form während der Tragezeit zu behalten,
  • den Kräften im Mund standzuhalten,
  • keine Bestandteile an den Körper abzugeben,
  • und nach etwa ein bis zwei Wochen gegen einen neuen Aligner ausgetauscht zu werden.

Einige wissenschaftliche Laborstudien konnten zwar unter künstlichen Versuchsbedingungen kleinste Kunststoffpartikel nachweisen. Diese Bedingungen unterscheiden sich jedoch deutlich von der normalen Anwendung im Alltag. Bislang gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass dadurch gesundheitsschädliche Mengen an Mikroplastik aufgenommen werden oder ein erhöhtes Gesundheitsrisiko entsteht.

Auch deshalb werden Invisalign®-Aligner weiterhin als sichere Medizinprodukte eingestuft und erfüllen die geltenden regulatorischen Anforderungen in Europa und Deutschland.

✅ Gut zu wissen: Die Europäische Medizinprodukteverordnung (MDR) stellt hohe Anforderungen an Materialien, die dauerhaft mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen. Invisalign®-Aligner erfüllen diese Vorgaben als zertifiziertes Medizinprodukt.

Sind Invisalign®-Aligner sicher?

Die kurze Antwort lautet: Ja. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft gelten Invisalign®-Aligner bei bestimmungsgemäßer Anwendung als sichere Medizinprodukte.

Weltweit wurden bereits Millionen Patientinnen und Patienten mit Invisalign® behandelt. Bevor die Aligner auf den Markt kommen, werden sie umfangreichen Prüfungen unterzogen. Dazu gehören unter anderem Tests zur Biokompatibilität, Materialbeständigkeit und Produktsicherheit. Zudem müssen sie die gesetzlichen Anforderungen für Medizinprodukte erfüllen.

Die wichtigsten Gründe, warum Invisalign®-Aligner als sicher gelten:

✅ Medizinisch geprüftes Material

Das speziell entwickelte SmartTrack®-Material wurde für die kieferorthopädische Behandlung konzipiert. Es ist darauf ausgelegt, über viele Stunden täglich im Mund getragen zu werden, ohne die Mundschleimhaut oder das Zahnfleisch unnötig zu belasten.

✅ BPA-frei

Viele Menschen verbinden Kunststoffe automatisch mit Bisphenol A (BPA). Invisalign®-Aligner enthalten jedoch kein BPA. Auch andere bedenkliche Weichmacher sind nach Herstellerangaben nicht Bestandteil des Materials.

✅ Jahrzehntelange klinische Erfahrung

Das Material wird seit vielen Jahren erfolgreich in der Kieferorthopädie eingesetzt. Die große Zahl behandelter Patientinnen und Patienten sowie zahlreiche klinische Untersuchungen sprechen für die Sicherheit der Behandlung.

✅ Strenge regulatorische Anforderungen

In Deutschland dürfen Aligner nur als zugelassene Medizinprodukte auf den Markt gebracht werden. Sie müssen die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) erfüllen und umfassende Sicherheitsnachweise erbringen.

Personen halten kleine Plastikpartikel in den Händen.

Mögliche Nebenwirkungen von Alignern

Obwohl das Material selbst als sicher gilt, können besonders zu Beginn einer Behandlung oder beim Wechsel auf einen neuen Aligner vorübergehende Beschwerden auftreten.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen gehören:

  • leichter Druck auf die Zähne
  • ein Spannungsgefühl während der Zahnbewegung
  • leichte Reizungen an Zahnfleisch oder Wangen
  • eine vorübergehend ungewohnte Aussprache
  • in seltenen Fällen eine anfänglich vermehrte Speichelbildung oder Mundtrockenheit

Diese Beschwerden sind meist harmlos und klingen innerhalb weniger Tage von selbst ab. Sollten Schmerzen, starke Druckstellen oder andere ungewöhnliche Symptome auftreten, solltest Du Deine behandelnde Kieferorthopädin oder Deinen behandelnden Kieferorthopäden kontaktieren.

Die richtige Hygiene ist entscheidend

Die meisten Probleme während einer Aligner-Behandlung entstehen nicht durch das Material, sondern durch eine unzureichende Reinigung.

Da Aligner täglich viele Stunden im Mund getragen werden, können sich Speisereste, Bakterien und Zahnbelag auf ihrer Oberfläche ansammeln. Eine sorgfältige Mund- und Alignerhygiene trägt dazu bei, unangenehme Gerüche, Verfärbungen und Karies vorzubeugen.

Für eine hygienische Anwendung solltest Du folgende Empfehlungen beachten:

  • Reinige Deine Aligner täglich mit einer weichen Zahnbürste und lauwarmem Wasser.
  • Verwende keine Zahnpasta mit stark abrasiven Schleifkörpern, da sie feine Kratzer verursachen kann.
  • Nimm Deine Aligner zum Essen sowie für alle Getränke außer Wasser heraus.
  • Putze Deine Zähne möglichst vor jedem Wiedereinsetzen der Schienen.
  • Bewahre Deine Zahnschienen immer in der dafür vorgesehenen Aufbewahrungsbox auf.
  • Reinige die Schienen regelmäßig mit speziell dafür geeigneten Reinigungstabletten oder -kristallen.

Eine gute Hygiene sorgt nicht nur für ein angenehmes Tragegefühl, sondern unterstützt auch den Behandlungserfolg.

Transparente Zahnschienen werden in den Händen gehalten.

Was Du über Mikroplastik in Zahnschienen wissen solltest

Viele Menschen machen sich verständlicherweise Gedanken über Mikroplastik und dessen mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit. Nach dem derzeitigen wissenschaftlichen Kenntnisstand gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise darauf, dass Invisalign®-Aligner bei normaler Anwendung gesundheitsschädliche Mengen an Mikroplastik freisetzen.

Das verwendete SmartTrack®-Material wurde speziell für medizinische Anwendungen entwickelt, ist biokompatibel, BPA-frei und erfüllt strenge internationale Sicherheitsstandards. Gleichzeitig wird das Thema Mikroplastik weltweit weiter erforscht, sodass neue wissenschaftliche Erkenntnisse auch künftig in die Bewertung einfließen werden.

Wenn Du Deine Aligner entsprechend den Anwendungshinweisen trägst, regelmäßig wechselst und sorgfältig reinigst, gelten sie nach heutigem Wissensstand als sichere und bewährte Möglichkeit, Zahnfehlstellungen diskret zu korrigieren.

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Häufig gestellte Fragen zu Zahnschienen und Mikroplastik

Enthalten Invisalign® Zahnschienen Mikroplastik?

Invisalign®-Aligner bestehen aus einem speziellen medizinischen Kunststoff. Wie jedes Kunststoffprodukt enthalten sie polymerbasierte Materialien. Nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise darauf, dass sie bei bestimmungsgemäßer Anwendung gesundheitsschädliche Mengen an Mikroplastik freisetzen oder vom Körper aufgenommen werden.

Geben Zahnschienen beim Tragen Mikroplastik ab?

Bisher liegen keine klinischen Studien vor, die zeigen, dass beim normalen Tragen von Invisalign®-Alignern gesundheitsschädliche Mengen an Mikroplastik freigesetzt werden. Einige Laborstudien konnten zwar kleinste Kunststoffpartikel unter künstlichen Versuchsbedingungen nachweisen, diese Ergebnisse lassen sich jedoch nicht direkt auf den Alltag übertragen.

Sind Invisalign® Zahnschienen BPA-frei?

Ja. Laut Align Technology werden Invisalign®-Aligner aus dem SmartTrack®-Material hergestellt und enthalten kein Bisphenol A (BPA). Auch andere gesundheitlich bedenkliche Weichmacher sind nach Herstellerangaben nicht Bestandteil des Materials.

Sind Invisalign® Zahnschienen gesundheitlich unbedenklich?

Ja. Invisalign®-Aligner gelten bei sachgemäßer Anwendung als sichere Medizinprodukte. Sie erfüllen die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung (MDR) und werden umfangreich auf Biokompatibilität, Materialqualität und Sicherheit geprüft.

Können Zahnschienen Allergien auslösen?

Allergische Reaktionen auf Invisalign®-Aligner sind sehr selten. Solltest Du nach dem Einsetzen der Schienen ungewöhnliche Beschwerden wie starke Schleimhautreizungen, Schwellungen oder anhaltende Schmerzen bemerken, solltest Du Deine Zahnärztin, Deinen Zahnarzt oder Deine Kieferorthopädin beziehungsweise Deinen Kieferorthopäden kontaktieren.

Warum werden Zahnschienen regelmäßig ausgetauscht?

Jeder Aligner ist dafür ausgelegt, die Zähne schrittweise in eine neue Position zu bewegen. Nach etwa ein bis zwei Wochen wird er durch die nächste Schiene ersetzt. Dadurch bleibt die Passform optimal und das Material wird nicht über einen langen Zeitraum belastet.

Sind Zahnschienen nachhaltiger als feste Zahnspangen?

Beide Behandlungsmethoden haben unterschiedliche ökologische Vor- und Nachteile. Aligner werden regelmäßig ausgetauscht und bestehen aus Kunststoff. Feste Zahnspangen werden dagegen über einen längeren Zeitraum getragen, benötigen jedoch Metallkomponenten und zusätzliche Materialien. Welche Variante nachhaltiger ist, lässt sich derzeit wissenschaftlich nicht eindeutig beantworten.

Was passiert, wenn eine Zahnschiene beschädigt wird?

Ist Dein Aligner gerissen, stark verformt oder gebrochen, solltest Du ihn nicht weitertragen. Kontaktiere Deine behandelnde Praxis möglichst zeitnah. Je nach Behandlungsfortschritt wird empfohlen, den vorherigen oder den nächsten Aligner zu tragen, bis Du eine individuelle Empfehlung erhältst.

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